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- Schornsteinfeger
Einem Schornsteinfeger zu begegnen, bedeutet Glück. Einen
seiner Knöpfe zu berühren noch viel mehr. Denn früher war man froh den guten Mann zu
begegnen, damit er den Kamin kehrt. Brach einst ein Feuer aus in den alten Holzhäusern,
brannte meist das halbe Dorf nieder. Daher brachte der Rauchfangkehrer einst wirklich
Glück wenn man ihn in sein Haus zog.
Oder: Dem Schornsteinfeger, der wegen seiner schwarzen Kleidung an
den Teufel erinnere, wurde die Fähigkeit zugeschrieben, den Teufel selbst oder mit seiner
Hilfe andere Geister zu bannen. Seither gilt er als Glücksbringer und der von ihm
mitgebrachte Ruß als besonderer Schutz gegen Gefahren oder vor Krankheiten. Seine Rolle
als Glücksbringer zu Neujahr geht auch darauf zurück, dass die Schornsteinfeger
traditionell zu diesem Termin ihre Jahresrechnung legten, und aus diesem Anlass vielfach
als erste Gratulanten auftraten.
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- Glücksschwein
Der wilde Eber war das heilige Tier der germanischen Götter.
Die germanische Göttin Freya trug beispielsweise den Beinamen Syr (Sau), und Schweine
waren Opfertiere für die griechische Göttin Demeter. In europäischen Kulturen war die
Sau aber auch Symbol für Wohlstand.
Das Glücksschwein gilt von alters her als Fruchtbarkeitssymbol und
Glücksbringer. Zu Neujahr sollte man einen Schweinsrüssel oder zumindest Schweinefleisch
essen, damit man im kommenden Jahr Glück hat, so der Volksglaube. Früher gab es nur
selten Fleisch zu essen. Wer ein Schwein hatte, wurde meist schon als reich und glücklich
angesehen.
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- Glücksklee
Ein dreiblättriges Kleeblatt ist
Normalität. Ein vierblättriges - genau wie das Glück - etwas sehr außergewöhnliches,
man muss lange Ausschau halten, bis man eines findet. Glück bringt es aber nur, wenn man
es verschenkt und es muss zuvor ohne zu Suchen gefunden werden! Es soll vor Zauber und
Hexen schützen, und es soll "hellsichtig" machen, seinen Besitzer das wahre
Wesen einer Sache oder Person erkennen lassen. Unter das Kopfkissen gelegt zeige es den
Mädchen im Schlaf ihren Zukünftigen. Wenn es ohne Wissen des Priesters unter einem
Altartuch versteckt und dann dreimal die Messe über ihm gelesen wurde, helfe es gegen
fast alles, auch gegen Hieb- und Stichwunden und gegen Blitz. Es sei Glück verheißend,
weil es jedes Heil vervielfältigt, und die frommen Christen erinnere es an das Kreuz und
seine Verheißung der Auferstehung.
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- Hufeisen
Es wurde zum Glücksbringer, weil
es die Form des aufgehenden Mondes hat. Eine weitere Deutung geht auf den heiligen Dunstan
zurück, der ein geschickter Hufschmied war. Einst sollte er des Teufels Huf beschlagen,
und dabei schlug er so fest zu, dass der Teufel um Gnade winselte. Der Heilige hörte aber
mit dem Hämmern erst auf, nachdem der Teufel versprochen hatte, alle jene zu verschonen,
die ein Hufeisen tragen. Der Glaube an die Kraft des Hufeisens, Böses abzuweisen und
Glück zu bringen, ist in der ganzen Welt verbreitet, vor allem im deutschen Sprachraum,
und hier speziell im lutherischen Norden.
Das Hufeisen muss mit der Öffnung nach
unten gehalten werden, damit das Glück auslaufen kann. Hufeisen müssen gefunden werden,
man darf sie nicht suchen. Sind zumindest noch drei Hufnägel daran erhalten, so bedeutet
das besonderes Glück. Im Hause wird das Hufeisen meist über der Schwelle der Haustür
angebracht oder aber an einer Haus-, Stall- oder Stubentür oder an einem Deckenbalken.
Und dies meist am Silvesterabend, in der Johannisnacht oder am Karsamstag. Eine andere
Erklärung für die symbolische Kraft des Hufeisens liegt darin, dass das Hufeisen des
Pferdes Schuh ist. Das Pferd wurde in prähistorischer Zeit höher geachtet als der Stier.
Vielleicht weil es sich erst sehr viel später domestizieren ließ und mit seiner Kraft,
mit seinem Aufbäumen, wehender Mähne und blitzenden Zähnen ein Urbild der unbezähmten
Natur war. Wotan opferte man Pferde, die danach verzehrt wurden, was Pferdefleisch als
Alltagsspeise tabu machte. Und seitdem Pferde als Reit- und Zugtiere beschlagen wurden,
was von den Griechen erfunden sein soll, ist das Hufeisen bei allen Völkern, die Pferde
für Krieg und Arbeit brauchten, als symbolkräftiges Teil fürs Ganze ein starkes
Amulett.
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- Fliegenpilz
Als Glückspilz wird der rote
Fliegenpilz angesehen. Viele Sagen der Germanen deuten auf eine tiefe Verehrung des
Fliegenpilzes hin. So wird geschildert, dass Wotan, der germanische Gott der Extasse und
der Erkenntnis, für die Entstehung der Fliegenpilze zuständig sei. Der Sage nach reitet
Wotan nebst Gefolge zur Wintersonnenwende durch die Wolken. Immer dort, wo der Geifer
seines Pferdes auf die Erde fällt, sollen dann neun Monate später Fliegenpilze aus dem
Boden sprießen. Der Volksglaube bringt den Fliegenpilz stets mit Hexen und Zauberern in
Verbindung, und entsprechend dem Anlass mit Vergnügen oder Abscheu, je nachdem ob ihre
Dienste benötigt wurden oder ihnen erlittenes Übel zugeschrieben wurde.
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- Glückspfennig (heute wohl
Glückscent)
Der Glückspfennig (alter
Pfennig) besteht aus Kupfer. Dieses, so der alte Volksglaube, löse allen bösen Zauber
und fördere die Liebesfähigkeit, da es der Venus zugeordnet ist. Auch galt der
Glückspfennig in früherer Zeit als die kleine Ausgabe des Segen bringenden Tauftalers
sowie der verschiedenen Weihpfennige und Weihgroschen, die man zum Schutz vor Hexen an
Stalltüren nagelte. Außerdem wurden sie in der Hosentasche getragen, um gegen Lug und
Betrug im Wirtshaus wie beim Viehhandel zu bewahren. Der Grund, warum das Finden eines
Pfennigs (heute wohl Cent) Glück bringen soll, liegt in der Deutung, dass in allem
Kleinen der Ursprung für etwas Großes liegt.
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- Marienkäfer
Auch Glückskäfer genannt. Als
solcher gilt er, seit er im Mittelalter der Gottesmutter Maria geweiht worden ist, von
jener er auch seinen Namen hat. Unglück soll es hingegen bringen, wenn man dem
Marienkäfer etwas antut oder ihn sogar tötet. Ist er rot, hat 7 Punkte am Rücken, soll
er Hexen und Unglück bannen. Die Zahl 7 ist eine der höchsten und allgemeinen
Glückszahlen.
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