Nach meiner Operation im Oktober 2004 hat sich so manches getan und es wurde alles viel, viel schlimmer …
Durch die vielen operativen Eingriffe an meiner li. Hand bekam ich die Diagnose
:

Morbus Sudeck

folgenden Bezeichnungen werden ebenfalls für diese Erkrankung verwendet

" Reflex Sympathetic Dystrophy Syndrome (RSDS) "

" Complex Regional Pain Syndrome (CRPS) "

Schmerzhafte Erkrankung der Gliedmaßen, meist als Folge einer leichten Verletzung oder eines operativen Eingriffs, die mit Hautveränderungen, Schwellung und Bewegungsstörungen einhergeht und im Endstadium zum kompletten Funktionsverlust der betroffenen Extremität führen kann. Als Ursache wird eine Störung der Schmerzweiterleitung im zentralen Nervensystem vermutet, die zu einer überschießenden Reaktion des Sympathikus führt. Die Therapie sollte frühzeitig begonnen werden und umfasst im Wesentlichen Krankengymnastik, physikalische Anwendungen, Schmerztherapie und Sympathikusblockade.

Der Morbus Sudeck ist eine schmerzhafte Erkrankung einer oder mehrerer Gliedmaßen, die im Endstadium zum Funktionsverlust des betroffenen Körperteils durch Gelenkversteifung und Schrumpfung der Haut, Sehnen und Muskeln führt. Benannt wurde die Krankheit nach dem Hamburger Chirurgen Paul Sudeck (1866-1945), der sie um 1900 beschrieben hat. Sie wurde aber bereits 1766 beobachtet und 1864 bei Soldaten, die sich während des amerikanischen Bürgerkrieges Schusswunden zugezogen hatten, genau beschrieben. Sudeck nannte die Krankheit eine "entgleiste Heilentzündung" und beschrieb die Ähnlichkeit der Symptome zwischen einer Entzündung und dem Sudeck-Syndrom. Die Häufigkeit der Erkrankung ist unbekannt. Frauen sind etwas häufiger betroffen als Männer. Obwohl in Lehrbüchern die Meinung verbreitet wird, dass Morbus Sudeck nicht im Kindesalter vorkommt, wurden leider schon einige Kinder mit der Erkrankung diagnostiziert, auch hier häufiger Mädchen als Jungen.

 

Ursachen

Bei mir wurde es durch die vielen Operation ausgelöst.

Ein Großteil der Ärzte vermutet eine Störung in der Schmerzweiterleitung im zentralen Nervensystem, die zu einer überschießenden Reaktion des Sympathikus, einem Teil des nicht vom Willen beeinflussbaren Nervensystems, führt. Beim Morbus Sudeck treten typischerweise einige Wochen nach einer häufig nur geringfügigen Verletzung, Operation oder Ruhigstellung unverhältnismäßig starke Schmerzen in der betroffenen Gliedmaße in Verbindung mit einem oder mehreren der folgenden Symptome auf:

 

" Hautveränderungen "

" Schwellungen "

" Bewegungsstörungen "

" Ich kann meine Finger nicht mehr gerade machen sie sind zu einer Faust geworden wobei ich horrende Schmerzen habe."

Schmerz

Der Schmerz ist das wichtigste Symptom des Morbus Sudeck. Er wird als sehr stark, anhaltend, brennend und tief beschrieben und kann sich durch Belastung, Bewegung und bei vielen Patienten bereits durch geringste Berührung verstärken. Oft kommen noch Missempfindungen wie Kribbeln hinzu.

Schwellung

Die Schwellung beschränkt sich normalerweise auf die schmerzhafte Körperregion und ist typischerweise scharf zur Körpermitte hin begrenzt.

 

Bewegungsstörung

Die Beweglichkeit der betroffenen Extremität ist beim Morbus Sudeck einerseits durch die Schmerzen eingeschränkt, andererseits kommt es zur Versteifung der Gelenke. Außerdem können Zittern und Muskelkrämpfe auftreten. Im schlimmsten Fall führt die erhöhte Muskelspannung zu einer vollständigen Versteifung von Fingern oder Zehen. Ausbreitung Die Symptome treten zu Beginn auf der Seite der vorausgegangenen Verletzung auf, im Krankheitsverlauf können sie sich jedoch weiter ausbreiten. Man unterscheidet die kontinuierliche Ausbreitung, z.B. von der Hand zur Schulter, die Ausbreitung zur gegenüberliegenden Gliedmaße und die unabhängige Ausbreitung zu einer beliebigen entfernten Körperregion. Der Morbus Sudeck kann in drei Stadien verlaufen.

Stadium I

1. Beginn starker Schmerzen auf der Seite der Verletzung

2. Erhöhte Empfindlichkeit der Haut gegenüber Berührung

3. Begrenzte Schwellung

4. Muskelkrämpfe

5. Anfangs warme, rote und trockene Haut, kann im Verlauf bläulich und kalt werden, Schweißneigung kann zunehmen

Stadium II

1. Schmerzen werden stärker und diffuser

2. Die Schwellung neigt zu Ausbreitung und wird fester

3. Haar- und Nagelveränderungen wie beschrieben

4. Fleckige Knochenentkalkung (Osteoporose)

5. Beginnender Muskelschwund

6. Steife Gelenke mit eingeschränkter Beweglichkeit

Stadium III

1. Fortgeschrittener Schwund von Muskeln, Haut und Sehnen führt zur Funktionsunfähigkeit der betroffenen Gliedmaßen

2. Der Schmerz kann abgeschwächt sein, aber auch die ganze Gliedmaße betreffen

Ein Morbus Sudeck kann in diesem Stadium nicht mehr völlig geheilt werden, doch tritt diese Phase heutzutage dank gezielter und frühzeitiger Behandlung kaum mehr auf.

Häufigkeit:

Das bevorzugte Alter für das Auftreten eines Morbus Sudeck liegt zwischen dem 40.-60. Lebensjahr. Mit 15.000 Fällen pro Jahr ist der M. Sudeck keine sehr seltene Erkrankung. Je nach Quellenangabe wird die Häufigkeit für das Auftreten eines M. Sudeck nach Unfällen auf 0,05-5% angegeben. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Die Ursache dafür ist unbekannt. Kinder entwickeln nur extrem selten dieses Krankheitsbild. Besonders häufig sind die Hand mit dem Unterarm sowie der Fuß mit dem Unterschenkel betroffen. Aber auch die Hüfte, die Schulter oder der Ellenbogen können betroffen sein.

Prognose:

Ein geringer Prozentsatz ist Resistent gegen jede bekannte Therapieform. Und so wie es bei mir leider ist gehöre ich mal wieder zu dieser wirklich geringen Prozentzahl.

Meine Therapie

" Da ich sehr starke Schmerzen habe, bekomme ich Opiate."

Da die Ursachen der Krankheit nicht geklärt sind, ist die Therapie überwiegend symptomatisch. Sie setzt sich aus medikamentöser Therapie, physikalischer Behandlung und Ergotherapie zusammen

Gegenüber dieser Medikamentengruppe der Opiate bestehen nach wie vor bei vielen Menschen Vorurteile, die jedoch auf mangelnder Information beruhen. Denn richtig dosiert und nach einem vom Arzt verordneten Schema eingenommen, ist die Gefahr, abhängig zu werden, gering.

" Zur Behandlung von Schmerzen, die durch eine Störung des Sympathikus bedingt sind: Clonidin-Pflaster die eine Hemmung des Sympathischen Nervensystems bewirken können

Ich befinde mich leider schon Im chronischen Stadium:

So wird bei mir regelmäßig dies alles angewendet:

" Kohlensäurebad"

" Elektrotherapie mit niederfrequenten Strömen und TENS "

" Aktive Krankengymnastik, Dehnübungen, manuelle Techniken zur Mobilisation, PNF, Funktionelle Bewegungslehre nach Kleinvogelbach, funktionelles Training nach Brügger, Haltungsschulung

" Ergotherapie "

" Haushalts- und Berufsbezogenes Training von Krankengymnasten und Ergotherapeuten "

Elektrische Rückenmarksstimulation

Diese Methode zur Schmerztherapie verwendet schwache elektrische Impulse, die bestimmte schmerzleitende Fasern des Rückenmarks reizen und so die Schmerzweiterleitung zum Gehirn unterbrechen sollen.

Der Morbus Sudeck bedeutet wegen des unberechenbaren, langen Verlaufs, der schwierigen Beeinflussbarkeit und der starken Schmerzen eine große seelische Belastung. Die Folge dieser Krankheitsentwicklung ist eine erhebliche Minderung der Lebensqualität des Patienten, eventuell sogar dessen Erwerbsunfähigkeit.

zur Zeit werde ich aufgrund der Diagnose mit folgenden Medikamenten behandelt:

Infusion mit L.A.  - Lyrica 150mg 2x1 - Transtec 35µg Pflaster alle 2 Tage wird das gewechselt sowie das TENS Gerät. Leider sind die Schmerzen immer heftiger geworden und der Zustand der Hand hat sich um einiges verschlimmert, daher musste die Dosis des Morphinpflasters erhöht werden. Nun benutze ich alle 2 Tage ein Pflaster mit 52µg.

Nachtrag September 2005:

Da die Schmerzen mittlerweile sehr massiv sind und langsam an die Grenzen des Erträglichen gehen, habe ich nun das neue Opiodpflaster Transtec Pro 70 µg/h verordnet bekommen. Nun hoffe ich natürlich, dass die Schmerzen etwas nachlassen werden. Hier Infos über den Inhaltsstoff Buprenorphin

Wie wirkt der Inhaltsstoff?

Buprenorphin ist ein sehr starkes Schmerzmittel.

Schmerzen sind eine lebenswichtige Warn- und Schutzfunktion. Sie helfen dem Körper, schädliche Einflüsse zu erkennen und darauf zu reagieren. Bei der Schmerzentstehung werden Botenstoffe freigesetzt, die die Nervenenden reizen und Schmerzsignale an das Gehirn senden. Im Gehirn findet die Verarbeitung der Signale statt; erst hier entsteht die Schmerzwahrnehmung und die Schmerzempfindung. Ist die Ursache der Schmerzen bekannt, so verliert der Schmerz seine Warnfunktion - er wird zum lästigen Begleiter einer Krankheit und sollte mit Medikamenten behandelt werden.

Buprenorphin ist mit dem Wirkstoff Morphin verwandt (Opioid). Es besetzt bestimmte Schmerzrezeptoren im Gehirn und Rückenmark (zentral wirksam). Buprenorphin hemmt so die Wahrnehmung von Schmerzen. Im Vergleich zu Morphin hat es eine längere und stärkere Wirkung. Seine Suchtwirkung ist verhältnismäßig gering.

Anwendungsgebiete
Stärkste Schmerzen


Packungsgrößen
5 Transdermale Pflaster 35 µg/h
10 Transdermale Pflaster 35 µg/h
20 Transdermale Pflaster 35 µg/h
5 Transdermale Pflaster 52,5 µg/h
10 Transdermale Pflaster 52,5 µg/h
20 Transdermale Pflaster 52,5 µg/h
5 Transdermale Pflaster 70 µg/h
10 Transdermale Pflaster 70 µg/h
20 Transdermale Pflaster 70 µg/h


Warnhinweise!
Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.
Wann ist das Medikament nicht für Sie geeignet (Gegenanzeigen)?
Überempfindlichkeit gegen Morphin und insb. den Inhaltsstoff
Entzündliche Darmerkrankungen
Erkrankungen der Atemwege und des Atemzentrums
Gallenwegserkrankungen
Gleichzeitige Einnahme von Medikamenten zur Behandlung der Depression aus der Arzneimittelgruppe der MAO-Hemmer
Kinder unter einem Jahr
Prostatavergrößerung
Vorsicht bei chronischen Atembeschwerden und Asthma
Schwangerschaft und Stillzeit
Es liegen keine ausreichenden Erfahrungen über die Anwendung in der Schwangerschaft vor.
Während der Stillzeit darf das Medikament nicht angewendet werden.


Nebenwirkungen
Aufgelistet sind die wichtigsten, bekannten Nebenwirkungen. Sie können auftreten, müssen aber nicht, da jeder Mensch unterschiedlich auf Medikamente anspricht.
Manchmal reagieren Menschen allergisch auf Medikamente. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion verspüren, informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Apotheker.
Störungen des Gehirns unterschiedlicher Ursache wie z.B. Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit, Schlafstörungen
Mundtrockenheit
Störungen beim Wasserlassen (Miktionsstörungen)
Übelkeit, Erbrechen
Blutdruckabfall mit Schwindel beim Aufstehen, Kopfschmerzen, Steigerung des Pulsschlags
Beeinträchtigung des Atemantriebs im Gehirn
Bei Drogenentzugstherapie Entzugssyndrom mit Schweißausbrüchen, Blutdruckabfall, depressiver Verstimmung, Halluzinationen, Neigung zu Selbstmord
Keine Abhängigkeit bei richtiger Anwendung


Wechselwirkungen
Zusammen mit anderen dämpfenden Medikamenten (andere im Gehirn wirksame Schmerzmittel, Schlafmittel, Beruhigungsmittel) sowie mit Alkohol werden die Wirkungen und die Nebenwirkungen von Buprenorphin verstärkt. Bei der gleichzeitigen Einnahme von Medikamenten zur Behandlung von Depression (MAO-Hemmer) kann die Wirkung von Buprenorphin verstärkt werden.