Im August 2008 war es dann endlich soweit. Eigentlich war die OP ja schon früher geplant gewesen, aber manchmal kommt es eben anders.... Tja, ich werde mal versuche zu erklären was gemacht wurde, auch wenn es nicht ganz leicht ist.:)
Was wurde bei mir gemacht….ja… - Offizielle Benennung: Athrodese PIP an den Fingern D3, D4 & D5

An den Fingergelenken wurden bei mir spezielle Schrauben angebracht, die mit Drähten fixiert wurden. Die im Rahmen der Operation eingebrachten Drähte können erst dann entfernt werden, wenn röntgenologisch sicher gestellt wurde, dass ein kompletter Durchbach der Arthrodese (Gelenkversteifung) stattgefunden hat.

Im Rahmen einer kleinen Operation werden die Drähte in der Regel nach 12 Monaten wieder entfernt. Wann dies im Einzelfall geschieht, muss individuell entschieden werden. Die Gefahr, dass die gewünschte Versteifung des Gelenkes nicht erfolgt, der operative Eingriff somit scheitert, ist dabei recht hoch...

Es gibt natürlich auch Risiken, welche ich hoffe, dass sie bei mir nicht zutreffen, *smile*

Grundsätzlich gilt für jede operative Therapieform - keine Operation ohne Risiko. Ein mögliches Risiko für das Scheitern der OP besteht darn, dass ein Durchbau der Athrodese unterbleibt und sich somit keine erwünschte Gelenkversteifung einstellt. Auch die vorzeitige Lockerung der Drähte ist denkbar. Jeder operative Eingriff birgt die Gefahr für die Entstehung von Infektionen. Wenn eine lokale antiseptische Behandlung in Kombination mit einem Antibiotikum vorgenommen wird, Kann bei den selten auftretenden tiefen Gelenkinfektionen eine Revisionsoperationen (Zweiteingriff) notwendig werden. Was ich ja nicht hoffe...........

Neben den bereits erwähnten Risiken existiert bei allen operativen Eingriffen im Bereich der Hand das seltene Risiko der Ausbildung einer sog. Sudeck Dystrophie.  Hierunter versteht man das schmerzhafte Anschwellen der Hand wodurch die Beweglichkeit der Hand infolge der Störung der Feindurchblutung stark eingeschränkt werden kann.  Die Ursache für die Entstehung dieses Krankheitsbildes ist weitgehend unbekannt.

Zu meiner Narkose - also bei mir wurde eine sog. Plexusanästhesie durchgeführt. Hierbei wird ein Betäubungsmittel in ein Nervengeflecht der Achselhöhle injiziert, die nach etwa 30 bis 45 Minuten den gesamten Arm betäubt. Diese Plexusanästhesie ist sehr gut…finde ich, und für große Operationen geeignet. Positiv hervorzuheben ist hierbei das deutlich geringere Anästhesie – Risiko und auch die Tatsache dass der man bereits unmittelbar nach der Operation wieder nahezu funktionsfähig ist.  Während der Arm noch über Stunden hinweg betäubt ist und somit auch die Schmerzen nahezu ausgeschaltet werden können, ist man ansprechbar und kann auch gleich wieder essen und trinken, hi

Mit dieser Form der Anästhesie konnte ich die Operation voll wahrnehmen. Tja, was könnte ich noch dazu sagen. Im Moment fällt mir nicht mehr ein, aber ich denke, dass das Wichtigste auch gesagt wurde.:) Wenn ihr mehr wissen wollt', dann könnt' ihr natürlich gerne Fragen stellen ! 

Eure Geli

Hier seht ihr als erstes zwei relativ aktuelle Fotos, die meine Hand mit der 3. Schiene zeigen die ich vorerst tragen werde.