und hier
erfahrt ihr nun noch ein wenig über die Geschichte Bad Dürkheims
Der Landkreis Bad
Dürkheim ist im Zuge der Verwaltungsreform in Rheinland-Pfalz 1969 aus Teilen der
ehemaligen Kreise Neustadt und Frankenthal entstanden. Verwaltungsmäßig zählt der
Landkreis zum Regierungsbezirk Rheinhessen-Pfalz. Er erstreckt sich mit 48 Gemeinden über
eine Fläche von 59.483 Hektar.
Im Nordwesten und Norden grenzt der Landkreis Bad Dürkheim an den Donnersbergkreis, den
Landkreis Alzey-Worms und die Stadt Worms, im Osten an den Rhein-Pfalz-Kreis, im Süden an
die Stadt Neustadt und den Landkreis Südliche Weinstraße. Im Westen schließen sich die
Landkreise Kaiserslautern und Pirmasens an.
Das Landschaftsbild wird vor allem durch vier naturräumliche Haupteinheiten geprägt: von
Ost nach West durch die Oberrheinische Tiefebene, das Gebiet der Deutschen Weinstraße
am Rand des Haardtgebirges, den Pfälzerwald und im Norden durch das Rheinhessische
Hügelland. Mit seinem Anteil am Pfälzerwald ist der Landkreis Bad Dürkheim einer der
waldreichsten in Rheinland-Pfalz; die Hälfte seiner Fläche entfällt auf Waldgebiete.
Geologisch ist der Landkreis ein Stück des Oberrheintalgrabens, einer der ältesten
besiedelten Räume in Europa überhaupt.
Während der Eisenzeit war das Gebiet niemals von Eis bedeckt. So gibt es eine Reihe von
frühen Fundstellen aus der älteren Altsteinzeit, man spricht z.B. von den
"Steinzeitjägern von Kallstadt" In der Gegend des heutigen Battenberg war
vermutlich ein Siedlungsplatz des "Heidelbergmenschen": Es liegen ca. 500.000
Jahre alte Werkzeugfunde vor. Die mittlere Steinzeit hinterließ Siedlungsspuren im
Landkreis, wie die Jugendsteinzeit, z.B. die "Bandkeramiker".
Am Wichtigsten sind aber die Spuren aus der jüngeren Eisenzeit, als die Kelten hier
lebten. Der gewaltige Ringwall über dem Steinbruch Kriemhildenstuhl bei Bad Dürkheim
gibt davon Zeugnis. Die befestigte Höhensiedlung war Fliehburg bei Germaneneinfällen und
"Fürstensitz". In einem Fürstengrab zwischen Wachenheim und Bad Dürkheim
wurde der einzige außerhalb Italiens gefundene "Dreifuß" ausgegraben. Die
etruskische Bronzearbeit belegt direkte Handelsbeziehungen mit der Mittelmeerwelt.
Zur Zeit Cäsars, im 1. Jahrhundert vor Christus, fassten die Römer hier Fuß. Sie gaben
dem Gebiet einen mehr als 200 Jahre währenden Frieden. Spuren der Römer sind in
jüngster Zeit im Landkreis Bad Dürkheim bei Flurbereinigungen zutage getreten und wurden
der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, so die "Villa rustica" bei Wachenheim
und die "Römische Kelter" bei Ungstein. Rebmesserfunde belegen 2.000 Jahre
Weinbau in dieser Gegend. Während der Völkerwanderungszeit litt die Pfalz unter dem
Ansturm der Alemannen.
Die Franken drängten diese germanische Völkerschaft im 6. Jahrhundert zurück und
brachten das Gebiet unter ihre Herrschaft. Die fränkischen Könige bauten auf die
römische Verwaltungsorganisation auf: Der nördliche Teil des Kreises bis Bad Dürkheim
gehörte zum "Wormsgau" , der südliche zum "Speyergau".

Als im 9. Jahrhundert das Reich Karl des Großen zerfiel, wurde der Raum dem
ostfränkischen Reich Ludwig des Deutschen zugeschlagen.
In der unsicheren Zeit des 9./10. Jahrhunderts, vor allem bedingt durch die Raubzüge der
Wikinger, entstanden als Fliehburgen der Bevölkerung die "Heidenlöcher" bei
Deidesheim.
Die berühmteste fränkische Hochadelsfamilie waren die Salier, die 1024 bis 1125 die
deutsche Königs- und Kaiserkrone trugen; ihr Hauskloster war die Limburg über Bad
Dürkheim.
Auch in der nachfolgenden Stauferzeit (1138 bis 1254) gehörte die Pfalz zur so genannten
"vis maxima imperii" (stärkste Kraft des Reiches).
Die Straßen sicherten die Salier und Staufer durch zahlreiche Burgen; so entstanden u.a.
Kästenburg (heute Hambacher Schloss), Wachtenburg, Hardenburg.
Schwächeperioden des Königtums im 11. und 12. Jahrhundert führten zum Erstarken von
Adelsgeschlechtern, die sich zu Landesherren aufschwangen. Der heutige Bereich des
Landkreises Bad Dürkheim war in mehrere Herrschaftsgebiete aufgeteilt. Hauptsächlich
waren die im Norden bis Bad Dürkheim die Grafen von Leiningen. Im Süden die Kurpfalz und
das Hochstift Speyer. Trotz territorialer Änderungen blieb die Grundstruktur bis zum Ende
des 18. Jahrhunderts bestehen.
Im 16. Jahrhundert, während des Bauernkrieges, fand im "Schlösschen" in Forst
ein Treffen zwischen dem Pfälzer Kurfürsten und den Führer der aufständischen Bauern
statt. Bekannt ist Gräfin Eva von Neuleiningen, die nach der Überlieferung alle
sturmbereiten Bauern auf ihr Schloss einlud. Weinschwer ging jeder friedlich nach Hause.
Im 30-jährigen Krieg war das Gebiet des Landkreises Bad Dürkheim Tummelplatz spanischer,
schwedischer, kaiserlicher und französischer Söldnertruppen. Sie plünderten das Land.
In der Folgezeit führten Kriege, Pest, Auswanderung zu einem weiteren Rückgang der
Bevölkerungszahlen. Mit Steuervergünstigungen und Gewährung von Religionsfreiheit
wurden Neusiedler u. a. aus der Schweiz und aus Frankreich in das öde und menschenleere
Gebiet gelockt.
1917 fiel alles deutsche Land links des Rheines an Frankreich.
Die buntscheckige Landkarte verschwand; es entstand das "Département du Mont
Tonnére" (Donnersberg), unterteilt in Arrondissements. Die napoleonische Zeit
brachte den Pfälzern mit dem "Code Napoleon" mehr Rechte und Freiheiten. Dieser
galt hier bis zur Einführung des BGB (Bürgerliches Gesetzbuch)im Jahre 1900. Ein
Vorläufer des heutigen Bezirkstags (Conseil Géneral) gewährte dem Volk ein gewisses
Mitspracherecht.
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Der große
Länderschacher, der 1814 beim Wiener Kongress getrieben wurde, schlug die Pfalz zur Krone
Bayerns. Bayern übernahm die französische Gemeindeeinteilung. Die Arrondissements
erhielten lediglich neue Bezeichnungen, erst Bezirksdirektion, 1818 Land - Comissariate.
1862 wurden sie in Bezirksämter umbenannt. Sie sind die direkten Vorgänger der heutigen
Landkreise. Im Jahre
1832 erlebte das Hambacher Schloss die erste demokratische Massenveranstaltung der
deutschen Geschichte. Die Pfälzer hatten vergeblich auf die Einlösung des von den
deutschen Herrschern gegebenen Verfassungsversprechens und die zugesicherte Einrichtung
von Volksvertretungen gewartet. Die Bayern behielten die hohen Abgaben der napoleonischen
Zeit bei, Zollvorschriften wirkten sich negativ auf den Weinabsatz aus. Missernten
führten zu einer weiteren Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation. |
Am 27.
Mai 1832 versammelten sich annähernd 30.000 Menschen aus vielen deutschen Staaten, aus
Polen und Frankreich rund um das Hambacher Schloss (der Beteiligung Dürkheimer Bürger
ist eine Ausstellung im Heimatmuseum gewidmet). Sie forderten staatliche Einheit der
deutschen Kulturnation, bürgerliche Rechte wie Meinungs--, Rede-, Pressefreiheit,
Versammlungs-- und Vereinigungsfreiheit sowie Handels- und Gewerbefreiheit.
Im Zuge der Umgestaltung des "Großdeutschen Reiches" gehörte das Kreisgebiet
zum Gau "Saarpfalz", womit die etwa 120-jährige Zugehörigkeit zu Bayern
beendet war. 1938 wandelte man die Bezeichnung "Bezirksamt",
"Bezirkstag", "Bezirksausschuss" um in Landratsamt (später
Kreisverwaltung), "Kreistag" und "Kreisausschuss". Landeskreissystem
blieb nach dem Krieg erhalten. Durch die Verwaltungsreform erfuhr es 1969 lediglich eine
Neuordnung.
Neu gebildet wurde dabei am 7. Juni der Landkreis Bad Dürkheim in seiner heutigen
Ausdehnung.
Ja und dann habe ich
noch ein paar links zu Bad-Dürkheim natürlich, hi..
http://www.kurzentrum-bad-duerkheim.de/
http://www.bad-duerkheim.de/html/ |