Ich leide seit Jahren an einem Mitralklappenprolaps, sowie an einem Mitralklappenfehler und dazu kommt noch eine paroximale Tachykardie.
Ich möchte euch hier die Bedeutung näher bringen, und wie man damit leben kann oder auch muss... ..
Aber auch mein Onkel litt darunter, inzwischen ist er leider durch seinen letzten Herzinfarkt in eine andere Welt übergegangen....

Mitralklappenprolaps und kombinierter Mitralklappenfehler
sowie paroximalen Tachykardie

Mitralklappenprolaps

Als Folge einer angeborenen Störung kann das Gewebe der Mitralklappe so schwach sein, dass sich die Klappensegel während des Zusammenziehens der Herzkammer (Kammerkontraktion) in den linken Vorhof vorwölben (prolabieren). In schweren Fällen kann hieraus eine Undichtigkeit der Mitralklappe, eine Mitralinsuffizienz, resultieren: Ein Teil des Blutes fließt durch die Mitralklappe in den linken Vorhof zurück. Ein alleiniger echokardiographisch nachweisbarer Mitralklappenprolaps ohne eine dadurch resultierende Undichtigkeit der Klappe ist ohne Krankheitswert. Es ist keine spezielle Therapie erforderlich.

Bei der Mitralklappeninsuffizienz schließt die Mitralklappe nicht mehr richtig

Bei der Schlussunfähigkeit der Mitralklappe (Mitralklappeninsuffizienz oder Mitralinsuffizienz) fließt während der Kammerkontraktion ein Teil des Blutes statt in die Hauptschlagader (Aorta) in den linken Vorhof zurück. Während der anschließenden Erschlaffung muss diese Blutmenge zusätzlich zur normalen Menge vom linken Vorhof in die linke Kammer befördert werden. Bei dem Herzfehler werden beide Herzhöhlen durch dieses »Pendelblut« vermehrt belastet.

Schematische Darstellung der Auswirkung von Mitralklappenfehlern.
Links: Mitralklappenstenose. Das Blut staut sich im linken Vorhof, da der Bluteinfluss in die linke Herzkammer durch die eingeengte Mitralklappe stark behindert ist. Als Folge vergrößert sich der linke Vorhof.
Rechts: Bei der Mitralklappeninsuffizienz schließt die Mitralklappe nicht mehr. Ein Teil des Blutes fließt daher bei jedem Zusammenziehen der linken Herzkammer in den linken Vorhof zurück. Als Folge dieses »Pendelblutes« vergrößern sich sowohl der linke Vorhof als auch die linke Herzkammer.
Zum Vergleich zeigt die mittlere Abbildung ein normales Herz.

Verschiedene Erkrankungen können eine Mitralinsuffizienz auslösen:

  • angeborene Entwicklungsstörungen
  • Entzündungen an der Mitralklappe
  • Verkalkung des Mitralklappenrings bei älteren Patienten
  • Erkrankungen der linken Herzkammer oder ein Herzinfarkt, der die Muskeln zerstört, die die Klappen steuern (Papillarmuskeln).

Die Mitralklappeninsuffizienz ähnelt in vielerlei Hinsicht der Mitralklappenstenose. Das Pendelblut bewirkt ebenfalls einen Rückstau in die Lunge; bei schwererer Mitralinsuffizienz wird auch das rechte Herz vermehrt belastet. Ob und gegebenenfalls wie schnell die Symptome durch den Herzfehler fortschreiten, kann im Einzelfall nicht vorhergesagt werden. Eine leichte Mitralinsuffizienz verursacht keine Beschwerden. Bei schwererer Undichtigkeit fällt dem Patienten vor allem eine Luftnot bei Belastung und starkes sowie unregelmäßiges Herzklopfen auf. In späteren Stadien benötigt er beim Liegen ein oder zwei Kissen unter dem Kopf.

Mitralklappen-Prolaps-Syndrom

Ein so genanntes Mitralklappen-Prolaps-Syndrom liegt vor, wenn zusätzlich Beschwerden auftreten, meist in Form von Rhythmusstörungen.  Mitralklappenprolaps und Mitralklappenprolapssyndrom sind die häufigste Klappenanomalie in der westlichen Welt (3-4% der erwachsenen Bevölkerung). Sollten begleitend Herzrhythmusstörungen auftreten und als quälend empfunden werden, kann ein Behandlungsversuch mit Betablockern oder anderen rhythmusregulierenden Medikamenten erfolgen. Zur Prophylaxe von Komplikationen kann eine  Endokarditis-Prophylaxe   erforderlich werden. Bei höhergradiger Insuffizienz der Klappe kann eine Klappenoperation notwendig werden.

Der kombinierte Mitralklappenfehler

Der kombinierte Mitralklappenfehler ist durch eine gleichzeitige Einengung (Stenose) und Undichtigkeit (Insuffizienz) der Mitralklappen gekennzeichnet. Der Fehler, der überwiegt, bestimmt das Krankheitsbild und den weiteren Verlauf.

Links: Das Herz mit normaler Mitralklappenfunktion
Rechts: Das Herz mit prolabierender Mitralklappe

Was ist eine Tachykardie?

Ein schneller abnormer Herzrhythmus wird Tachyarrhythmie genannt. Vielleicht haben Sie Ihren Arzt einmal sagen hören, dass es zwei Arten von Rhythmusstörungen im Zusammenhang mit den Herzkammern gibt: nämlich die ventrikuläre Tachykardie und Kammerflimmern.

Tachyarrhythmien treten bei Personen jeden Alters auf, von kleinen Kindern bis zu älteren Menschen. Studien haben gezeigt, dass Kammerflimmern oft bei Patienten auftritt, die schon durch einen Herzinfarkt, eine Herzoperation oder andere Erkrankungen vorbelastet sind. Auch Personen mit ererbten Herzfehlern leiden oft an Kammerflimmern. Manchmal sind jedoch auch Menschen betroffen, deren Krankengeschichte keinerlei Herzprobleme aufweist.

Eine ventrikuläre Tachykardie kann manchmal in Kammerflimmern übergehen. Eine solche Herzrhythmusstörung ist äußerst gefährlich und meist tödlich. Kammerflimmern kann zu Herzstillstand und schließlich schnell zum Tode führen.

Ursachen für Tachykardien?

Eine häufige Ursache fürTachykardien ist es, wenn elektrische Impulse in den Hauptkammern des Herzens anstatt im Sinusknoten gebildet werden. Die spontan in den Ventrikeln entstehenden Impulse geraten mit den normalen Impulsen aus dem Sinusknoten durcheinander.

Ventrikuläre Tachykardie

Es kann vorkommen, dass die elektrischen Signale im Herzen aus dem unteren Bereich des Herzen (der Herzkammer) kommen, anstatt, wie es richtig wäre, aus dem rechten Vorhof, dem SA-Knoten. Dies verursacht eine Art von Arrhythmie, die ventrikuläre Tachykardie (VT) genannt wird. Eine VT kann bewirken, dass das Herz sehr schnell schlägt. Dies kann sich so anfühlen, als ob das Herz einzelne Schläge ausläßt.

Wenn das Herz immer schneller schlägt, wird weniger Blut gepumpt. Es ist nicht genügend Zeit vorhanden, damit sich das Herz zwischen den Schlägen wieder mit Blut füllen kann. Wenn dieser schnelle Herzschlag anhält, kann es sein, dass das Gehirn und der Körper nicht mehr genug Blut und Sauerstoff erhalten. Wenn Ihr Gehirn mehr sauerstoffgesättigtes Blut benötigt, kann es sein, dass Sie kurze Bewusstseinsstörungen oder vorübergehende Sehstörungen haben, Schwindelgefühle auftreten, und Sie möglicherweise schließlich bewusstlos werden und ein Herzstillstand eintritt.

Kammerflimmern

Eine weitere Art von Arrhythmie ist das Kammerflimmern. Es sind im allgemeinen verschiedene Punkte im Ventrikel, die versuchen, dem Herzen zu signalisieren, wie es schlagen soll. Dadurch schlägt das Herz sehr viel schneller als normal, manchmal über 300 Schläge pro Minute. Die Herzkammern zittern, anstatt sich richtig zu kontrahieren. Daher wird ganz wenig Blut vom Herzen in den restlichen Körper gepumpt. Wenn Ihre Herzkammern "flimmern", können Sie sehr schnell bewusstlos werden. Es kann sein, dass Sie sich an nichts mehr erinnern, was knapp vor bzw. während diesem Vorfall passierte.

Wenn unregelmäßige, sehr schnelle Herzrhythmen über einen längeren Zeitraum andauern, kann es sein, dass der Körper nicht genug sauerstoffhaltiges Blut bekommt. Ohne Sauerstoff können Gehirn und Körpergewebe nicht normal funktionieren und könnten absterben.

Wie hat man bei mir die Diagnose von Tachykardien letztendlich feststellen können?

Die Diagnose von ventrikulären Arrhythmien, die oft unvorhersehbar sind, ist nicht einfach. Um eine ventrikuläre Tachykardie zu diagnostizieren, kann Ihr Arzt zuerst ein Elektrokardiogramm (EKG) durchführen. Dies ist eine schmerzlose Untersuchung, bei der mit Elektrodenkissen auf Ihrer Haut untersucht wird, wie elektrische Signale durch Ihr Herz laufen, die außerdem auf Papier ausgedruckt werden. Ihr Arzt kann Ihnen sagen, was für einen Herzrhythmus Sie haben, indem er das EKG auswertet. Einige Arrhythmien treten jedoch mit Unterbrechungen auf und sind daher nicht immer in einer EKG-Untersuchung ersichtlich. Ihr Arzt schlägt vielleicht andere Untersuchungen vor, durch welche erkannt werden kann, wann eine Arrhythmie auftritt und um welche Art von Störung es sich handelt.

Im Allgemeinen sind weitere Untersuchungen notwendig, um die Ursache und mögliche Behandlungen von ventrikulärer Tachykardie und Kammerflimmern zu bestimmen. Eine elektrophysiologische Untersuchung (EPU) besteht in der Aufzeichnung der elektrischen Aktivität im Herzen. Dieser Test wird von einem Elektrophysiologen, einem Kardiologen bzw. Herzspezialisten, durchgeführt, der eine spezielle Ausbildung Im Bereich der elektrischen Funktionen des Herzens besitzt. Eine EPU wird im Krankenhaus durchgeführt, oft in einem Labor, das mit speziellen Aufnahme- und Kontrollgeräten ausgestattet ist. Bei dieser Untersuchung wird Ihr Arzt ein flexibles, schlauchförmiges Instrument, Katheter genannt, in Ihr Herz führen. Die Katheter schicken winzige Impulse zum Herzen, um die gleiche Art von Arrhythmien auszulösen, wie diejenigen, die die Probleme verursachen. Die Katheter nehmen auch die normalen Signale des Herzens und die Reaktion auf die Impulse wahr. Der Arzt kann während der EPU auch Medikamente testen, um zu sehen, wie

Ihr Herz darauf reagiert und ob die Arrhythmie unter Kontrolle gebracht werden kann. Eine EPU kann von 30 Minuten bis zu mehreren Stunden dauern, je nachdem, um welche Art von Arrhythmie es sich handelt und welche Medikamente getestet werden.

Und hier sind noch ein paar Links zu diesem Thema;

http://www.medizin-netz.de/icenter/mitralprolaps.htm

http://www.cardiologe.de/Herzkino/quicktimeforum/mkp/6736_index.html

http://www.netdoktor.de/