 Ab.:
Dünndarm, Morbus Crohn
Da ich seit einigen Jahren immer wieder unter der Krankheit Morbus crohn zu leiden haben, möchte ich hier einige Informationen geben, was Morbus crohn
bedeutet wie es in Zusammenhang mit der Collagen Colitis steht, und wenn man mit beiden
Krankheiten leben muss oder auch darf...
Die medikamentöse Behandlung läuft wenigstens gleich.
Nur irgendwann einmal muss ich vermutlich unter das
Messer der Chirurgen, hm...
Ich möchte aber versuchen es so lange wie nur irgend möglich hinaus zu ziehen....
Meine Medis sind da bei einem akuten Anfall Cortison, was ich ja auch schon bekomme bei einem Schub von
meiner MS. Da schlage ich dann doch im wahrsten Sinne
zwei Fliegen mit einer Klappe
Dann muss ich aber noch
täglich Salofalk 500 einnehmen. Seit ich dieses Medikament nehme hält es sich in Grenzen. Das nehme ich auch gleichzeitig
für die Collagen Colitis, sprich ich schlage gleich 3 Fliegen.
Das alles läuft unter dem Deckmäntelchen Autoimmunkrankheiten...
Im links abgebildeten Röntgenbild
kann man sehr schön die Form des Dickdarms erkennen (1). Die Aufnahme entstand nach
Kontrastmittelgabe. Im Hintergrund ist die Wirbelsäule sichtbar (2).
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Aufbau
und Funktion des Koloskops: 
- Dies ist der Schlauch, der in
den Dickdarm eingeführt wird. Er enthält Optik und Arbeitskanäle (Spülen, Absaugen
etc.). Er ist sehr flexibel und nur 1,2 cm dünn.
- Über diese Kupplung wird das
Licht in die Fiberglasoptik des Koloskops gebracht. Zusätzlich können Luft und Wasser in
den Koloskopschlauch eingeleitet werden.
- Der Handgriff enthält die
Kupplung für die Videooptik bzw. die Linse zum "Hindurchschauen".
Über verschiedene Räder werden die Funktionen gesteuert (z.B. Spülen) und das vordere
Ende des Schlauchs bewegt.
- Mit diesem Handgriff wird die
Entnahme von Gewebe durchgeführt.
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Der Arzt steuert das
Koloskop mit den Bedienelementen des Handgriffs. Was er durch das Koloskop sieht, wird als
Video dargestellt und gespeichert. Links ist ein solches Videobild gezeigt.
Was ist Morbus Crohn ? ....
Morbus Crohn (Abkürzung: M. Crohn) ist eine chronische, schubweise verlaufende Entzündung aller Schichten der Darmwand.
Die Krankheit betrifft bei 30 Prozent der Patienten den letzten Teil
des Dünndarms (Ileum), bei 25 Prozent der Patienten den
Dickdarm (Kolon) und bei 45 Prozent beide Darmabschnitte gleichzeitig. Sie kann jedoch auch andere Bereiche des gesamten
Magen-Darm-Trakts befallen. Typische Krankheitszeichen sind Leibschmerzen wie bei einer Blinddarmentzündung im
rechten Unterbauch mit Durchfällen ohne Blut....
In mancher Hinsicht ähnelt Morbus Crohn der manchmal nur
schwer zu unterscheidenden Colitis ulcerosa (chronische
Dickdarmentzündung), die jedoch auf den Dickdarm beschränkt ist...
Üblicherweise tritt Morbus Crohn im 20. bis 40. Lebensjahr erstmals in Erscheinung. Männer und Frauen sind gleich häufig
betroffen. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten erkranken fünf
von 100000 Menschen, in den letzten Jahrzehnten steigt die Zahl der Krankheitsfälle. Die Erkrankung ist bis heute nicht
heilbar, man kann nur die Beschwerden lindern....
Wie entsteht die Krankheit ? .....
Die Ursachen für die entzündlichen Veränderungen im Darm
sind trotz grosser Bemühungen bisher noch nicht geklärt.
Vermutet wird, dass es sich um ein Zusammenspiel von erblichen, infektiösen, psychischen, vor allem aber
wahrscheinlich immunologischen Faktoren handelt.......
In den befallenen Darmabschnitten entzünden sich alle Schichten
der Darmwand, wobei zwischen den Entzündungsherden immer
wieder gesunde Stellen liegen. Wenn die erkrankten Regionen
abheilen, hinterlässt die Entzündung Narben, die den Darm
verengen. Die vernarbten Abschnitte verursachen wiederholt
Darmverschlüsse. Zusätzlich bilden sich abgekapselte
Eiteransammlungen (Abszesse) und fehlerhafte Verbindungsgänge
(Fisteln) zu benachbarten Geweben (andere Darmabschnitte,
Blase, Bauchhaut). In entzündeten Darmabschnitten werden
Nahrungsbestandteile nicht mehr ausreichend aufgenommen......
Welche Beschwerden können auftreten ?
Morbus Crohn verläuft entweder chronisch, das heisst die Beschwerden dauern länger als sechs Monate, oder schubweise.
Dann verschwinden die Symptome vollständig, kommen aber nach
einer bestimmten Zeit wieder. Die Wahrscheinlichkeit, einen
Rückfall zu erleiden, beträgt nach einem Jahr 30 Prozent, nach
zwei Jahren steigt sie auf 40 Prozent.....
Je nachdem, wie weit sich die Krankheit im Darm ausgebreitet hat, sind die Beschwerden sehr unterschiedlich. Viele Patienten
haben über eine längere Zeit hinweg nur geringe Symptome, und es vergehen oft Jahre, bevor die Erkrankung erkannt wird......
Durchfall (drei- bis sechsmal am Tag), meist ohne Blut...
Schmerzen in der unteren rechten Seite des Bauchs
ähnlich einer Blinddarmentzündung...
Leichtes Fieber...
Appetitlosigkeit..
Wie stellt der Arzt die Diagnose :?:...
In 40 Prozent der Fälle sind Fisteln im Afterbereich das erste Anzeichen eines Morbus Crohn.....
Durchfall, Bauchschmerzen und Gewichtsabnahme über mehr
als drei bis vier Wochen sowie vor allem Fisteln und
wiederkehrende Vereiterungen (Abszesse) im Unterleib und am Darm sind ein Hinweis auf Morbus Crohn. Um die Diagnose
sicher stellen zu können, benötigt der Arzt....
Eine Darmspiegelung (Ileoskopie und Koloskopie), bei der Gewebeproben entnommen werden....
(Das wurde bei mir im TKH gemacht genau wie einst
bei meiner Collagen Colitis unter Aufsicht von Fr. Dr. Keller durchgeführt...)
Es war eine regelrecht Tortur, hm...
Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel
Ultraschalluntersuchung (Sonographie)
Blutuntersuchung (Entzündungszeichen und Blutverlust)
Stuhluntersuchung auf Bakterien
Wie sieht die Behandlung von Morbus Crohn aus ? ...
Der Arzt gibt Ratschläge zur richtigen Ernährung . Diese ist wichtig, damit man einen möglichen Mangel an Vitaminen, Eiweiß,
Eisen, Nährstoffen ausgleichen können. Während eines akuten Schubs lindert eine ballaststofffreie Kost (Astronautennahrung)
häufig die Beschwerden, bei besonders schweren Schüben wird über den Tropf ernährt und der gereizte Darm dadurch entlastet...
Dafür habe ich unter anderem meinen Port und ich bin froh denn sonst wäre alles noch Komplizierter durch das das
meine Venen doch so schlecht sind, hm...
Behandlung mit Medikamenten....
Nachdem die Ursachen des Morbus Crohn nicht ausreichend
bekannt sind, können meist nur der Entzündungszustand
gedämpft und die Beschwerden verringert werden. Oft lässt
sich medikamentös über eine gewisse Zeit auch ein Rückfall
vermeiden. Folgende Medikamente werden eingesetzt....
Cortison (entzündungshemmendes Hormon) ist das wichtigste Medikament während eines akuten Schubs. Bei
milden und mäßigen Beschwerden und wenn sich der Entzündungsort im unteren Teil des Dickdarms befindet,
verschreibt der Arzt Kortisonpräparate, die vor Ort wirken (Zäpfchen oder Einlaufpräparate). So verursachen das
Cortison weniger Nebenwirkungen....
Cortisonfreie, entzündungshemmende Mittel (Aminosalizylate)
sind so hergestellt, dass sie gezielt bereits im Dünndarm oder
erst im Dickdarm wirken. Sie sind bei Morbus Crohn nicht so
wirksam wie bei der Colitis ulcerosa, weshalb sie auch zusammen
mit Cortison verabreicht werden, wenn sich die Entzündung
verschlimmert......
Mittel, die das Immunsystem bremsen (Immunsuppressiva) werden bei schweren Verläufen eingesetzt. Wenn Cortison
nicht ausreichend wirkt, zu hohe Nebenwirkungen verursacht oder
aus einem anderen Grund nicht gegeben werden kann, weicht
man ebenfalls auf dieses Medikament aus. Besonders bei Kindern
und Jugendlichen müssen die unterschiedlichen Nebenwirkungen
von Immunsuppressiva und Cortison sorgfältig gegeneinander abgewogen werden. Immunsuppressiva schützen auch vor einem
Rückfall nach einer Operation und werden daher als Vorbeugung für
das erste wichtige Jahr nach einem operativen Eingriff
verschrieben......
TNF-Antikörper Bei problematischen Verlauf des Morbus Crohn
gibt es jetzt für manche Patienten ein neues, entzündungshemmendes
Medikament Infliximab (TNF-Antikörper). Dieser Stoff bindet Botenstoffe (Zytokine) zwischen den Entzündungszellen und verhindert
so eine Ausbreitung der Entzündungsreaktion. Neue Forschungen werden auf dem Gebiet des Weihrauchharzes (Boswellia serrata resina)
gemacht. Der aktuelle Stand besagt, dass geringe Mengen die Krankheit verschlimmern können, höhere Dosen jedoch verbessern.
Entsprechende Produkte sind nur im Ausland im Handel (Indien), können aber von jeder Apotheke auf Rezept importiert werden.....
Antibiotika kommen nur dann zum Einsatz, wenn in Fisteln und
Abszessen gleichzeitig eine durch Bakterien ausgelöste
Entzündung vorliegt......
Operative Eingriffe ...
Trotz dieser Behandlungsmöglichkeiten mit Medikamenten ist innerhalb der ersten zehn Krankheitsjahre bereits bei 80 Prozent
der Patienten ein chirurgischer Eingriff nötig, bei vielen muss der Eingriff wiederholt werden....
Verengte Stellen im Darm werden mit einem Ballon aufgedehnt....
Fisteln müssen verschlossen, Abszesse aufgeschnitten werden..
Der Chirurg entfernt stark befallene Darmabschnitte. Dieser Eingriff
wird erst bei schwerwiegenden Komplikationen (Darmdurchbruch,
Bauchfellentzündung, Darmverschluss) durchgeführt. Wer sich öfter dieser Operation unterziehen muss, kann als Nebenwirkung
unter Durchfällen auf Grund fehlender Gallensäuren leiden (erhöhtes
Risiko von Gallen- und Nierensteinen, Mangel an fettlöslichen Vitaminen
und an Vitamin B12 wichtig für die Blutbildung)......
Was kann man selber tun ? .....
Achten auf Anzeichen einer Krankheitsverschlechterung, die sich
in Form von Blut im Stuhl, neuen oder andersartigen Schmerzen
und unerklärlichem Fieber bemerkbar machen.....
Während eines akuten Schubs ist körperliche Ruhe wichtig. Zwischen
den Schüben kann man seinen gewohnten Arbeit nachgehen....
Bezüglich der Ernährung gibt es keine allgemeinen Einschränkungen.
Achten sollte man aber besonders auf eine gesunde Ernährung, da
man auf Grund eines angegriffenen Darms schneller unter
Mangelernährung leiden kann. Sollten man ein Lebensmittel nicht
vertragen, muss es von Ihrem Speiseplan streichen werden. 30 Prozent der Patienten vertragen z. B. keinen Milchzucker (Laktose-
Unverträglichkeit). In diesen Fällen empfiehlt sich eine Ernährung ohne Milch und Milchprodukte......
Oft nimmt die Krankheit einen alles bestimmenden Stellenwert im Leben der Patienten ein. Hier hilft möglicherweise eine Psychotherapie.
Der Umgang mit der Krankheit und dem eigenen Wohlbefinden wird geschult und verringert nicht selten die Beschwerden....
Prognose...
Es gibt noch keine Heilung für Morbus Crohn, jedoch können
die Beschwerden gelindert werden, und es bestehen auch
jahrelange Phasen der Beschwerdefreiheit, bis sich die Krankheit erneut bemerkbar macht. Bei richtiger Behandlung hat die Mehrzahl
der Patienten eine normale Lebenserwartung. Daher ist es wichtig, dass man einen erfahrenen Arzt seines Vertrauens aufsuchen.....
http://www.schmerz.com/crohn-krankheit/
http://www.dccv.de/?referrer=googlemc
http://www.dccv.de/crohncolitis/
http://www.m-ww.de/krankheiten/innere_krankheiten/morbus_crohn.html |