Das Osterfest
Ostern ist eines der ältesten
christlichen Feste. Die christlichen Kirchen feiern mit dem Osterfest die Auferstehung
Jesu, nachdem er am Karfreitag den Tod am Kreuze erlitt.
Das christliche Osterfest wird von dem
jüdischen "Paschafest" abgeleitet, welches am ersten Frühlingsvollmond zur
Erinnerung an die Befreiung aus der Knechtschaft der Ägypter gefeiert wird. Es war einst
ein Hirtenfest, an dem ein Lamm geschlachtet wurde. Hierauf lässt sich auch die
Verbreitung des Begriffes "Osterlamm" zurückführen
Das Datum des Osterfestes wurde auf den
ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling gelegt.
Die Karwoche - Leidens- & Fastenzeit der Christen zu Ostern
Die Karwoche wird auch stille Woche, heilige Woche oder Leidenszeit
genannt. Die Karwoche beginnt mit dem Palmsonntag und endet am Ostersonntag.
Der Begriff Karwoche lässt sich aus den Worten kar (mittel-hochdeutsch) und chara
(althochdeutsch) mit der Bedeutung "Trauer, Wehklagen, Schmerz" ableiten. Am
Palmsonntag zog Jesus in Jerusalem ein. In der folgenden Woche wurde er verhaftet und am
Karfreitag an das Kreuz geschlagen. An den darauf folgenden Osterfeiertagen feiert das
Christentum seine Auferstehung.
Palmsonntag
Der Palmsonntag ist der letzte Sonntag vor Ostern. Der Name wird auf einen
Brauch - eine Prozession in der Nähe der Auferstehungskirche zu machen - zurückgeführt.
Dabei werden Palmzweige und - auf einer Bahre - ein Kreuz oder ein Evangelienbuch
getragen. Dieser Brauch besteht seit dem 8.Jahrhundert.
Die Palme ist Zeichen des Sieges. Der Baum wurde früher heilig verehrt. Vom Christentum
wurden die Palmzweige als Symbol des Lebens übernommen. In Mitteleuropa wurden die Zweige
durch Äste von Saalweiden, Buchsbaum, Wacholder oder Haselzweigen ersetzt. Die geweihten
Zweige sollten vor Bösem schützen. Glück bringen sollten die ersten Frühlingsblumen,
die man am Palmsonntag pflückt.
Gründonnerstag
Der Gründonnerstag ist der Donnerstag vor Ostern. Jesus soll an diesem
Tag das letzte gemeinsame Mahl mit seinen Freunden gefeiert, und ihnen zuvor, dem Brauch
entsprechend, die Füße gewaschen haben. Dieser Brauch wird teilweise in der katholischen
Kirche wieder übernommen.
Der Ursprung des Namens "Gründonnerstag" ist bis heute nicht geklärt.
Möglicherweise wurde er von einer grünen Soße oder Suppe abgeleitet, die man an diesem
Tag zu essen Pflegte. Sie enthielten Gemüse oder Kräuter.
Früher hiess der Gründonnerstag "Greindonnerstag". Es war der Tag an dem die
"Greinenden", die Sünder und Büßer, zum ersten Mal wieder am Gottesdienst
teilnehmen durften.
Karfreitag
Der Karfreitag ist der Tag der Erinnerung an den Tod Christi, der höchste
Feiertag der evangelischen Christen. Die Katholiken begehen den Karfreitag in stiller
Trauer. Für Sie besteht ein Fastengebot.
Karsamstag (Färbersamstag)
Am Karsamstag steht die Vorbereitung auf Ostern im Vordergrund. Das Haus
wird geputzt und das Essen für das Osterfest wird vorbereitet. Der Name
"Färbersamstag" lässt sich wohl daher ableiten, dass an diesem Tag die
Ostereier gefärbt werden.
In der Osternacht von Karsamstag auf Ostersonntag - dem eigentlichen Höhepunkt des
Osterfestes - wird das Feuer für die Osterkerze entfacht und zusammen mit
Weihrauchkörnern geweiht.
Schließlich werden in dieser Nacht auch das Taufwasser geweiht und Taufen durchgeführt.
Ostersonntag
Der Ostersonntag ist der wichtigste Tag der Osterfeiertage. An diesem Tag
wird im Christentum die Auferstehung Jesu gefeiert. Die Feier beginnt in der Osternacht
von Karsamstag auf Ostersonntag mit einem Gottesdienst, der an die Auferstehung erinnern
soll.
Ein Höhepunkt für die katholischen Christen an den Osterfeiertagen ist die Feier des
Papstes im Petersdom in Rom auf der er den traditionellen Segen "Urbi et orbi"
erteilt.
Am Ostersonntag werden viele Osterbräuche gepflegt. In Deutschland ist vor allem das
Ostereier suchen bekannt
Ostermontag
Ostermontag ist der letzte der Osterfeiertage. Dieser Tag ist in
Deutschland ein gesetzlicher Feiertag.
Im Vordergrund steht an diesem Tag vor allem die Familie. Diese ist zu einem gemeinsamen
Essen versammelt an dem oft das traditionelle Osterlamm der Mittelpunkt der Ostertisches
ist.
Ostereier, Osterspiele, und der Osterhase sind an diesem Tag ebenfalls Teil des
Geschehens.
Der Ostermontag wird auch oft für Ausflüge genutzt, um z.B. in der nähe liegende
Ostermärkte zu besuchen, oder Waldspaziergänge in frischer Frühlingsluft zu machen. |