Landkreis……….. ……Stade
Bundesland….. ……….Niedersachsen 
Koordinaten……...........53° 36' N, 9° 29' O
Fläche………... ………110,03 Km² 
Bevölkerungsdichte….. 426 je Km² 
Stade ist möglicherweise die älteste Stadt Norddeutschlands. Die ersten Siedler kamen bereits 1000 Jahre v. Chr. in die Gegend um Stade. Im 8. Jahrhundert v. Chr. entstand dann eine richtige Siedlung mit Hafen. Im Jahre 994 wurde die Siedlung von den Wikingern geplündert und Stade wurde das erste Mal erwähnt (Stethu). Nach dem Aussterben der Grafen von Stade (Udonen) fiel Stade an Heinrich den Löwen. Nach dessen Entmachtung 1180 war es zwischen dem Erzbistum Bremen und den Welfen umstritten - was die Stadt für ihre Zwecke auszunutzen wusste. 1209 verlieh Kaiser Otto IV. Stade das Stadtrecht, das Bremen 1259 bestätigte - zusammen mit dem Stapelrecht und der Befreiung von der Heerfahrt. Stade wurde Mitbegründerin der Hanse. 1279 gab sich der Bürgerrat eine eigene Verfassung, die sogenannten Stader Statuten. Ab 1361 besaß Stade das Recht, Bündnisse zu schließen und damit zwar nicht rechtlich, aber faktisch den Status einer Freien Reichsstadt. Seine Blütezeit reichte bis in den Dreißigjährigen Krieg hinein. 1628 eroberte Tilly die Stadt, kurz darauf eroberten es die Schweden (bis 1636). Nach einer dänischen Besatzung eroberten die Schweden sie endgültig 1643 und erhielten sie zusammen mit dem Erzbistum Bremen im Westfälischen Frieden auch offiziell zugesprochen. Beim großen Stadtbrand am 26. Mai 1659 brannten zwei Drittel der Stadt nieder. Die Stadt wurde mit unverändertem Grundriss wieder aufgebaut. Die schwedische Herrschaft endete 1712; nachdem Stade kurz zum Königreich von Dänemark gehörte, wurde es (nach dänischer Belagerung) ab 1715 ein Teil des Kurfürstentums Hannover. Bis zur Bezirksreform 1978 war Stade in Nachfolge der als preußische Regierung fungierenden Landdrostei Stade Sitz eines niedersächsischen Regierungsbezirks. Auch als Garnisonsstadt hatte Stade seit der Schwedenzeit erhebliche Bedeutung. Sorry, your browser doesn't support Java.

Am 28. Mai 1984 stürzt ein Kampfflugzeug der Bundeswehr vom Typ F-104 Starfighter auf ein zwischen Stadermoor und Groß Sterneberg gelegenes Wohnhaus. Aus dem in Brand geratenen Haus wurden eine Frau tot und vier weitere Personen schwer verletzt geborgen, von denen zwei weitere kurz darauf verstarben. Der Pilot konnte sich mit dem Schleudersitz retten.

Die aus dem Fliegerhorst Stade hervorgegangene von Goeben-Kaserne wurde 1994 aufgelöst. Beide Institutionen, Bezirksregierung und Militär, prägten das soziale Leben Stades als Verwaltungs- und Garnisonsstadt bis zur Ansiedlung der Großindustrie Anfang der 1970er Jahre sehr.

Altstadt

Ein Streifzug durch die Altstadt ist ein Streifzug durch die Geschichte. Der Hansehafen inmitten der Altstadt mit dem Ewer "Willi". 

Wasser spielt in Stade die Hauptrolle: So auch am Alten Hansehafen neben den vielen schmucken Bürgerhäusern aus dem 17. Jahrhundert. Einer der schönsten Plätze ist sicherlich der Fischmarkt mit seinem rekonstruierten Holztretkran, umrahmt von Kaimauern und herrlichen Fachwerkhäusern. Weiter geht der Weg an dem barocken Turm der St. Cosmae-Kirche vorbei zum Rathaus, dessen gotische Kellergewölbe den großen Brand von 1659 überstanden haben. Das Rathaus selbst ist ein von der niederländischen Renaissance und vom Frühbarock geprägter Backsteinbau. Ganz in der Nähe liegt der Pferdemarkt mit dem Zeughaus aus dem 17. Jahrhundert in der Mitte.

Grüne Stadt
Ob Innenstadt oder Umland ... es gibt  Natur pur....

Grüne Oasen inmitten der Stadt.

Stade liegt auf einer von der Schwinge durchschnittenen Geestzunge am Rande der Elbmarsch. Trotz der starken Bautätigkeit der letzten Jahrzehnte, die neue Stadtteile entstehen ließ, blieben die Niederungen weitgehend erhalten. Auch der Bestand der öffentlichen Anlagen wurde nicht geschmälert.

Stade ist eine mit viel Grün durchmischte Stadt.

Das Stader Grün umfasst die Wallanlagen mit dem Wanderweg um die Altstadt, die bis an die Altstadt heranreichenden Niederungen und das Schwingetal, die Parkanlagen auf dem Hohenwedel, dem Schwarzem Berg, das Vorwerk, die Sanderschen Anlagen, der Horstsee, die Friedhöfe auf der Horst, dem Geestberg und in Campe, das Wanderwegenetz durch die Schwingewiesen und das Schwingetal, das Weisse Moor und die Barger Heide und anderes mehr.

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Barocke Stadt

Stade ... Perle des Barock.

Stade erhielt nach dem großen Brand von 1659 ein barockes Gesicht, das heute noch das Bild der Altstadt prägt. Markante Bauwerke sind die Kirchen St. Wilhadi und St. Cosmae, das Rathaus, der Schwedenspeicher und das Zeughaus.

Besonders ansehnliche Zeugnisse der Handwerkskunst des 17. Jahrhunderts sind u.a. das Rathausportal, die Rathaustreppe, die Rathaustüren, der Königsmarcksaal, die Altäre, Epitaphe und Kanzeln der beiden Altstadtkirchen, deren Orgeln von Huß/Schnitger und Bielfeldt, die Turmhaube von St. Cosmae, sowie der Dachreiter auf dem Rathaus (beides sind Werke von Andreas Henne), die Fassade und das Balkenwerk des Schwedenspeichers, die Tür des ehemaligen Weinhauses Weber, die Fassaden des Hökerhuses und des Hauses Hökerstraße 26 sowie die ehemalige Kaserne am Sande.

Auch die mächtigen Bastionen aus der Schwedenzeit sind barocke Meisterleistungen

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